Immobilien Lexikon


Disagio

Disagio bei der Finanzierung


Bei einem Disagio wird ein Teil der Darlehenssumme bei Auszahlung einbehalten. Der Kreditnehmer erhält also weniger Geld ausgezahlt, schuldet aber den vollen Nennbetrag. Im Gegenzug kann der laufende Nominalzins niedriger ausfallen.


Ob sich das rechnet, zeigt nicht der Sollzins allein. Entscheidend sind Effektivzins, Laufzeit, steuerliche Behandlung und die Frage, wie viel Auszahlungsbetrag tatsächlich benötigt wird. Angebote sollten immer auf derselben Nettokreditsumme und Laufzeit verglichen werden.


Einfach gesagt: Bei einem Disagio zahlt die Bank weniger aus, als später zurückgezahlt werden muss. Ob sich das lohnt, zeigt erst der Vergleich der Gesamtkosten.