Taunusstein in Hessen: Ein Ort hoher Lebensqualität

Taunusstein in Hessen: Ein Ort hoher Lebensqualität

Taunusstein ist eine kleine Stadt im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen, die lediglich 29.000 Einwohner hat. Damit ist das Städtchen überschaubar, gemütlich und trotzdem nur neun Kilometer in nordwestlicher Richtung zur hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gelegen. Entstanden ist die Stadt am 1. Oktober 1971, indem ein Zusammenschluss der einstigen eigenständigen Gemeinden Bleidenstadt, Hahn, Neuhof, Seitzenhahn sowie Watzhahn und Wehen erfolgte, wodurch Taunusstein auch ihre Stadtrechte verliehen bekam. Nachfolgend wurden am 1. Juli 1972 noch die Gemeinden Niederlibbach, Hambach sowie Orlen und Wingsbach in das Stadtgebiet eingegliedert.

Sehenswertes in Taunusstein

Die Stadt ist zwar relativ klein und idyllisch, hält aber dennoch einiges Sehenswertes bereit:

Das Wehener Schloss beheimatet ein im Jahre 1995 eingerichtetes Museum. Hier sind die Themenschwerpunkte in der jüngeren Regionalgeschichte gelegen. Dazu gehören unter anderem Berichte zur Stadtgeschichte vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg. Die Dauerausstellung zeigt Darstellungen der Alltagskultur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Eine zweite Ausstellung beschäftigt sich mit den im Schloss zu entdeckenden Kunst-Stilrichtungen sowie der zeitgenössischen Kunst, die nicht ausschließlich der Region entstammt. Nach einem dortigen Besuch lohnt sich eine Rast im Wirtshaus am Schloss, das mit einer sehr guten Küche aufwartet und im Sommer auch einen großen Biergarten für Gäste geöffnet hat.

Die in Taunusstein gelegene evangelische Kirchen Wehen zählt zu einem der verschiedenen denkmalgeschützten Objekte der Stadt und wurde in den Jahren 1810 bis 1812 aus den Steinen der alten Stadtbefestigung sowie der Stadtmauer und dem Obertorturm gefertigt. Besonders interessant ist in der Ausstattung die historische Voigt-Orgel, bei der es sich um eines der nur wenigen im Original erhaltenen Instrumente des Orgelbauers Heinrich Voigt aus Wiesbaden handelt.

Die ehemalige Wehener Schule ist für architektonisch interessierte Besucher besonders reizvoll, da sie im Jahr 1900 erbaut wurde und es sich bei dieser Schule um ein Bauwerk handelt, das in der Übergangsphase der Gründerzeit zum Jugendstil entstanden ist.

Das ehemalige Kloster mit dazugehöriger Kirche zeigt über dem Hauptportal der Kirche eine im Jahre 1718 angefertigte eindrucksvolle Statue des heiligen Schutzpatrons Ferrutius. In diesem Gebäude ist zudem ein in den Chor eingebauter Wandtabernakel zu sehen, der aus Sandstein innerhalb der Hochgotik angefertigt wurde. Der Taufstein stammt noch im Original aus dem Jahr 1696. Ein weiterer Grund für eine Besichtigung dieses Ortes ist die dort befindliche Orgel, die einen interessanten barocken Umbau aufweist.

Taunusstein hat neben dieser Kirche allerdings noch weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Unumstritten gehört auch das Kastell Zugmantel, ein ehemaliges römisches Kohortenkastell, dazu, welches an der westlichen Taunusstrecke des Obergermanischen Limes gelegen ist. Dessen Bedeutung wird vor allem durch die Tatsache unterstrichen, dass es seit 2005 den Status als UESCO-Weltkulturerbe erhalten hat. Das Bodendenkmal ist in einem Waldrandgebiet von Taunusstein-Orlen im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis gelegen.

Eine weitere kulturelle und geschichtlich lohnenswerte Sehenswürdigkeit ist der jüdische Friedhof in Wehen: 1329 wurde durch den damaligen Grafen Gerlach von Nassau-Weilburg eine dortige Niederlassung der Juden angeordnet. Zwar sind dort keine ehemaligen Grabsteine mehr zu finden, einer der noch stehenden Grabsteine entstammt allerdings aus dem Jahr 1694. Heute sind auf diesem jüdischen Friedhof noch etwa 58 Gräber erkennbar. Der Antrag auf einen Mauerbau aus dem Jahr 1726 durch die ansässigen Juden wurde abgelehnt, um zu verhindern, dass der jüdische Friedhof schöner als der Friedhof der Christen aussah. Daher wurde lediglich ein umgebender Graben ausgehoben.
Bis zum Jahr 1749 wurden auf diesem Friedhof auch die Juden Wiesbadens beigesetzt. Sogar nach 1933 wurden hier noch Juden beigesetzt, allerdings mit der Auflage, dass eine Grabsteinsetzung verboten wurde.

Schön wohnen in Taunusstein

Die Stadt bietet eine sehr schöne Kombination aus einem idyllischen Leben auf dem Land und der gleichzeitigen Nähe zur Landeshauptstadt Wiesbaden mit gerade einmal neun Kilometern Entfernung. Bewohner schätzen hier, dass die Anonymität in der Stadt nicht so intensiv ausgeprägt ist wie es in einer größeren Stadt oftmals üblich ist. Dies macht sich auch schon bei Behördengängen bemerkbar, da die Bürger weniger als eine „Nummer“ behandelt werden, sondern vielmehr als einzigartige Bewohner der Stadt. Günstige Mieten innerhalb dieser Kleinstadt sorgen für eine andauernde Attraktivität auf dem Wohnungsmarkt und auch der Baugrund ist noch bezahlbar, sodass der Traum des Eigenheims dort kein Traum bleiben muss. Der Lebensmittelpunkt in der Stadt bringt zudem gleichzeitig den Vorteil mit sich, durch ein großes Stellenangebot auch eine berufliche Tätigkeit im näheren Umfeld zu finden.

Hier ist immer etwas los

Wer sich in Taunusstein aufhält oder auch dort wohnt, kann abends ebenso gut ausgehen wie auch feiern, ohne dafür Wege in die umliegenden Großstädte akzeptieren zu müssen. In kleineren umliegenden Gemeinden und auch in der ländlichen Region sind viele schöne Restaurants sowie gemütliche Kneipen oder klassische Großraumdiscos zu finden. Taunusstein selbst bietet auch ein unerwartet attraktives Nachtleben.

Ein Highlight innerhalb der regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen sind die Volksfeste in und um die Stadt. Zahlreihe Partys, Feste und regelmäßige Events sowie auch Konzerte lassen das Freizeitleben auch langfristig abwechslungsreich gestalten.

Sportinteressierte kommen in der Hessischen Stadt nicht zu kurz

Der TSV Taunusstein-Bleidenstadt e.V. ist ein ortsansässiger Mehrsparten-Sportverein, der derzeit insgesamt 1.600 Mitglieder enthält, die aktuell sieben verschiedenen Sportabteilungen zugewiesen sind. Dieser Verein hat bereits einen Bestand im nunmehr 114. Jahr und ist somit der größte Sportverein der Stadt. Ursprünglich entstand er aus einer Fußball- und Turnabteilung, in denen aber auch schon in den Anfängen weitere Sportarten betrieben wurden.

Einige Fitnessclubs sind in der Stadt angesiedelt und ergänzen das Vereinsprogramm in sportlicher Hinsicht.

Das Freibad Taunusstein ist im Laufe der Hauptsaison üblicherweise von 7.00 Uhr morgens bis zum Nachmittag um 17.00 Uhr geöffnet. Frisch saniert und attraktiv liegt das Freibad in einer landschaftlich sehr reizvollen Umgebung. Ein 5-Meter-Sprungturm im Schwimmerbereich und eine Breitrutsche, die sich im Nichtschwimmerbecken befindet, bieten für Hobbysportler sowie Familien eine wunderbare Abwechslung. Weiterhin hat das Freibad Schwallduschen sowie einen Wasserfall zu bieten, dazu ergänzend zum Schwimm- und Springvergnügen ein Kletternetz und eine Wasserschaukel.

An dieser Stelle ist besonders zu betonen, dass dieses Freibad barrierefrei gestaltet ist, wodurch es auch von Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen problemlos genutzt werden kann. Parkplätze direkt vor dem Eingang, eine stufenlose Wegeführung, ein Personenkran sowie eine angemessen große Umkleide runden die behindertengerechte Ausstattung ab.

Taunusstein hat also sowohl geschichtlich, religiös sowie kulturell sehr facettenreiche Seiten, die es lohnt, näher kennenzulernen – egal, ob man sich dort häuslich niederlassen oder aber auch nur mal einen Besuch vornehmen möchte: es lohnt sich, dieses Nachbarstadt Wiesbadens näher zu besichtigen.